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Aktuelle Presseberichte aus Botswana

 

 


01/2010 Wirtschaftsflaute bei den Diamanten.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/531931/index.do


 

 

 

Ältere Beiträge:

Police hunt Caprivi militants

16.12.2006

 

 

Ärzte gesucht

18.03.2006

Krokodil tötet US-Professor

23.03.2006

A young woman's message of hope

Durchfallerkrankungen

7.3.2006

Buschmänner klagen Recht auf Heimat ein

05.07.2004

Milzbrand

26.10.2004

Aids Reportage

05.03.2005

Zeppelin sucht Diamanten

04.11.2005

Illegale Einwanderungen Zim / Bot

09.01.2004

UNTER LÖWEN IN BOTSWANA

04.05.2006

Zeppelin NT schlägt Flugzeug (Diamantensuche)

06.08.2006


Police hunt Caprivi militants

KASANE - Police are hunting a group of alleged former Caprivi Strip militants who apparently crossed into Botswana recently and robbed tourists at a camp. About 20 tourists were robbed of valuable camera equipment, money and documents as a result of the raid, which took place at night.

The camp was situated close to the Namibia-Botswana border in an area which is not protected by border guards. There is also no official crossing point nearby.

Meanwhile, police at Kazangula have been unable to confirm reports that a trader in the village shot and killed a man described as “a Zimbabwean army officer• who had allegedly stolen goods from his shop.

According to the story, the Zimbabwean had first been shot in the knee and then in the leg before the trader allegedly fired a third time.


Zeppelin NT schlägt Flugzeug (Diamantensuche)
VON WOLFGANG BOLLER
Zeppelin zu fliegen ist so gut wie zu Fuß zu gehen, aber viel besser als mit dem Flugzeug zu fliegen. Das ist nicht die Erkenntnis von Fluggästen, sondern die der Fachleute des Diamanten-Konzerns De Beers, für den die Deutsche Zeppelin-Reederei in Afrika Diamanten sucht. Die Erkundungsdaten aus der Zeppelin-Gondel sind genau so gut wie die von Bodentrupps, aber besser als die vom Flugzeug aus gewonnenen.
Bild: Zwei Zeppeliner in Afrika: Jürgen Würtz (links) und Jörg Straub (rechts). Die mit dem Luftschiff gewonnenen Geo-Daten überraschten die Diamanten-Fachleute. Bald wird über die Verlängerung des Diamanteneinsatzes entschieden.

Friedrichshafen - "Inoffiziell kriegen wir schon mit, wenn sie etwas besonderes gefunden haben", sagt Zeppelin-Pilot Jörg Straub. Ein Fachmann eines Erkundungsunternehmens bedient und überwacht in der Zeppelin-Gondel die Geräte, mit deren Hilfe die Anziehungskraft und das Magnetfeld der Wüste 80 Meter unter dem Luftschiff erkundet werden. Aus diesen Daten schließen die Experten, wo sich alte Vulkan-Kegel befinden, in denen manchmal Diamanten vorkommen. "Aber ob da wirklich was drin ist, wissen die wahrscheinlich erst, wenn wir wieder weg sind", meint Straub.

Die Erkenntnis, dass die Daten aus dem Zeppelin NT den Daten, die Bodentruppen von Erkundungsgängen mitbringen in nichts nachstehen, präsentierte De Beers jetzt auf einer großen Geologen-Konferenz. Thomas Brandt, Chef der Zeppelin-Luftschifftechnik und der Deutschen Zeppelin-Reederei, freut es natürlich, was der weltbekannte Kunde über den anfangs von Fachleuten belächelten Einsatz berichtet. "Die Daten von Überfliegungen mit Flugzeugen sind deutlich schlechter. Für die Ergebnisse, die wir mit dem Luftschiff bringen, bräuchte es Bodentrupps mit 45 Leuten plus jede Menge Infrastruktur", berichtet Brand. In naher Zukunft soll entschieden werden, ob die vorerst auf zwei Jahre begrenzte Diamantensuche um ein Jahr verlängert wird. Ob aus daraus mal ein großes Geschäft für die Häfler Zeppeliner wird? Thomas Brandt: "Da muss man vorsichtig sein. Vorschnelle Schlüsse sind fehl am Platz." Aber er gibt zu: Es gibt Anfragen anderer Firmen für ähnliche Flugeinsätze. Sollte es nicht nur bei diesem einen Spezialeinsatz in Afrika bleiben, dann ist sogar der Bau eines weiteren Luftschiffs zu diesem Zweck denkbar.

Bis das gebaut ist, dauert es noch lange. Näher liegt der Tag, an dem es für Jörg Straub wieder nach Botswana geht. Etwa sechs Wochen ist er dort, etwa sechs Wochen am Bodensee. Anfang September fliegt er wieder hin. Sein Pilotenkollege Jürgen Würtz darf noch eine Weile am Bodensee bleiben. Seine Frau erwartet im Oktober ihr drittes Kind. "Die Familie ist's, die am meisten fehlt", erzählt Würtz. "Wir sind halt eher bodenständige Typen", sagt Jörg Straub. "Sechs Wochen ohne Familie in Afrika, das ist schon am Limit", meint er. Bis zu acht Stunden pro Nacht fliegen sie mit dem Zeppelin NT in 80 Metern Höhe über der Kalahari-Wüste - sieben Tage pro Woche. Dabei hatten sie's jüngst deutlich kühler als hier. Sogar eine Heizung mussten sie in die Zeppelin-Kabine einbauen. Denn im südlichen Afrika ist's derzeit Winter. "Da wird's auch schon mal um die 0 Grad kalt", sagt Jürgen Würtz. "Vom Winter sind wir ziemlich überrascht worden." Darum mussten sie sich auch auf die Schnelle warme Decken besorgen.

Etwa 800 Flugstunden hat der Zeppelin-Prototyp unter afrikanischem Himmel hinter sich - meistens nachts. "Da ist es dann stockdunkel. Nur wenn der Vollmond scheint, ist's fast schon wieder hell. Sonst sieht man hin und wieder Sternschnuppen richtig tolle, farbige", erzählt Jürgen Würtz. Jörg Straub lacht: "Wir haben uns schon viel gewünscht." Thomas Brandt, ihr Chef, dürfte sich wohl wünschen, dass das Geschäft mit solcherlei Einsätzen noch lange läuft und dafür vielleicht ein weiteres Luftschiff gebaut wird. Aber der verlässt sich nicht so sehr auf Sternschnuppen.


UNTER LÖWEN IN BOTSWANA

Dosenöffner rettet Touristinnen das Leben

Dank ihren technischen Fähigkeiten haben sich zwei Schwedinnen im wahrsten Sinne aus einer "Löwengrube" befreit. Nachdem ihr Auto in einem Wildreservat in Botswana explodiert war, flohen die beiden Touristinnen. Ihr Lebensretter: Ein Dosenöffner.
Stockholm/Gaborone - Laut der Deutschen Presseagentur überlebten die beiden Schwedinnen im Wildreservat der Kalahariwüste dank einem Dosenöffner. Die TV-Redakteurin Helene Åström und ihre Kollegin Jenny Söderquist waren demnach am Sonntag bei einem Ausflug in dem Nationalpark gestrandet, weil ihr Wagen in Brand geraten und explodiert war. Die Frauen seien zu Fuß weitergegangen und hätten in verlassenen Farmen übernachtet. Auf ihrem Weg hätten sie auch Löwen gesehen.

Als die beiden Urlauberinnen einen abgestellten Traktor erblickten, sei es ihnen gelungen, den Motor mit einem Dosenöffner zu starten. Sie seien acht Stunden gefahren, bis sie auf Einheimische stießen. Von diesen seien die als vermisst gemeldeten Skandinavierinnen zur nächsten Polizeiwache geleitet worden.

har/dpa

...eines kann ich mir dazu nicht verkneifen. Autos explodieren nur im Film ! Schlimmstenfalls kommt es zu einer kurzen Tankverpuffung mit einer geringen Stichflamme.
Wichtig ist auf die Ursache hinzuweisen, wohl Gras gesammelt beim Durchfahren das sich dann am heissen Auspuff entzündet hat. So etwas kommt jedes Jahr vor. Darauf muss man einfach achten.


Krokodil tötet US-Professor

Er wollte sein Expertenwissen weitergeben und kam dabei zu Tode: Der amerikanische Arzt Richard Root war in Afrika, um beim Kampf gegen Aids zu helfen. Auf einer Bootstour attackierte ihn ein Krokodil.

Gaborone - Der Medizinprofessor Richard K. Root unternahm mit seiner Frau einen Bootsausflug in Botswana, als plötzlich ein Krokodil aus dem trüben Wasser des Flusses Limpopo auftauchte und den 68-Jährigen aus seinem Kanu riss.

In der Gegend ist es zuvor nie zu Angriffen von Krokodilen gekommen. Auf Bootsausflügen werden Touristen daher lediglich vor Flusspferden gewarnt. Die Leiche von Root wurde bisher nicht gefunden. "Mein Vater erzählte mir noch am Tag vor seinem Tod, wie glücklich er darüber sei, in Botswana Aids-Aufklärung zu betreiben", sagte der Sohn des Verstorbenen, David Root.

ans/AP


Deutsche Ärzte gesucht, die in Botswana helfen wollen
35 Prozent der werktätigen Bevölkerung des afrikanischen Landes sind HIV-positiv / Unternehmen spendet Arznei

Von Marion Lisson

Cynthia ist bildhübsch. Sie lebt in Botswana. 80 Kilometer von der Hauptstadt Gaborone entfernt. Cynthia ist mit HIV infiziert. Alle paar Tage kommt die 32jährige in die Ambulanz in ihrem kleinen Wohnort, um sich mit den dringend benötigten Medikamenten versorgen zu lassen. Dafür muß sie nichts zahlen. Ihre Familie hätte, wie viele Menschen in Botswana, auch gar kein Geld für eine Behandlung.

Ein Zentrum für Blutspenden in Botswana. Die Präventionskampagnen in dem afrikanischen Land zeigen langsam Wirkung. Fotos: MSD

Hilfe tut not. Botswana ist nach Südafrika das von Aids am stärksten betroffene Land der Welt. Über 260 000 Erwachsene der nur 1,6 Millionen Einwohner Botswanas sind HIV-positiv. "Dies sind mehr als 35 Prozent der werktätigen Bevölkerung", berichtet Andreas Marmsoler vom Arzneimittelhersteller MSD Sharp & Dohme in Haar bei München.

Sein Unternehmen engagiert sich schon seit Juli 2000 in diesem Land. Auf Initiative des forschenden Pharmaunternehmens, das zu Merck & Co., Inc., Whitehouse Station (USA) gehört, wurden die "African Comprehensive HIV/Aids Partnerships" (ACHAP) gegründet.
Engagement dauert drei bis sechs Monate

Zur Zeit sucht das Unternehmen weltweit Ärzte, die in Botswana helfen wollen. Cynthias Arzt etwa kommt aus Australien. Fünf Jahre klinische Erfahrung und idealerweise auch einen Bezug zur sogenannten Dritten Welt und deren Kulturverständnis sollten die Bewerber vorweisen können, die sich in Botswana engagieren möchten.
Per Wold-Olsen von Merck & Co. unterhält sich mit Aids-Waisen. Botswana ist wie kaum ein anderes Land der Welt von der Immunschwäche betroffen.

Drei bis sechs Monate bleiben die Mediziner in der Regel im Land. 4000 US-Dollar (3340 Euro) monatlich bekommen die Ärzte für ihr Engagement in Botswana bezahlt. Hin- und Rückflug werden ebenfalls übernommen. Deutsche Ärzte sind herzlich willkommen.


Tote bei Durchfall in Botswana

JOHANNESBURG/GABORONE dpa In Botswana hat der Ausbruch einer Durchfall-Erkrankung 191 Menschen das Leben gekostet. "Bisher haben wir 191 Tote und 10.339 Infizierte zu beklagen", erklärte Colo Boitshoko vom Gesundheitsministerium gestern in der Hauptstadt Gaborone. Bei den Opfern handele es sich vor allem um Kleinkinder und Babys. Seit Januar habe sich die Krankheit explosionsartig ausgebreitet. Die Ursache für die schnelle Ausbreitung des Durchfalls - der normalerweise durch verunreinigtes Trinkwasser übertragen wird - sei völlig unklar. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sei gebeten worden, Gewebeproben zu untersuchen.

taz vom 7.3.2006, S. 11, 24 Z. (Agentur)


(1)

Bei den Schwarzarbeitern von White City
Immer mehr Simbabwer kommen illegal ins reiche Nachbarland Botswana. Abschieben? "Sie sind sofort wieder da"
GABORONE taz Kaum biegt das klapprige Taxi um die Straßenecke in "White City", laufen junge Männer und Frauen auf den Wagen zu. Sie klopfen an die Scheiben, betteln um Arbeit. Der Taxifahrer kommt aus Simbabwe, und es sind seine Landsleute, also ruft er schnell einige Erklärungen, und schon sitzen Carroll und Patience im Wagen. Sie fassen sich an den Händen und blicken verlegen auf den Boden. Carroll kichert unsicher: "Manchmal finde ich einen Job."

Die 28-jährige Carroll Mandipa hat bereits zum zweiten Mal die Grenze zwischen ihrer Heimat Simbabwe und Botswana überquert. Ihre beiden Kinder im Alter von fünf und acht Jahren warten im südsimbabwischen Bulawayo, während die Mutter versucht, illegalerweise die Wäsche- und Geschirrberge in botswanischen Haushalten abzuarbeiten, damit sie ihre Familie zu Hause ernähren kann.

Das Taxi parkt jetzt, etwas abseits in dem einfachen Wohnviertel nur wenige Meter vom Zentrum Gaborones. Carroll verliert langsam ihre Schüchternheit. "Ja, ich bin auch schon mal von der Polizei verhaftet worden. Das war vor wenigen Tagen." Nachts hatten sie an ihr Zimmer in White City geklopft, wo die meisten Simbabwer landen, die in Botswanas Hauptstadt ankommen. Sie möchte jetzt lieber nicht dorthin fahren, denn ihre botswanischen Nachbarn hatten sie verpfiffen. Die Polizei konnte zwar nicht viel machen, denn Carrolls Besuchsvisum ist noch gültig. Aber sie blieb über Nacht eingesperrt und fing sich sogar einen Schlag ins Gesicht ein. "Manchmal behandeln sie uns wie Tiere", sagt sie. "Aber in Simbabwe ist es schlimmer, dort gibt es Tränengas und Soldaten."

In Simbabwe findet Carroll weder Arbeit noch Nahrung. Botswana ist hingegen politisch stabil und stetig im Aufschwung. Um daran teilzuhaben, nahm Carroll die lange Fahrt auf sich: 18 Stunden im überfüllten Bus von Bulawayo nach Gaborone. Preis: umgerechnet 7 Euro.

Viele Simbabwe kommen auf diese Weise nach Botswana, ganz legal mit Einreisestempel im Pass. Wenn das Visum abläuft, überziehen sie die Frist oder fahren rechtzeitig zurück, um mit neuer Aufenthaltsgenehmigung wieder einzureisen. Carroll plant jetzt ihre Rückfahrt, doch dann will sie zunächst in Südafrika billige Kleidung auf dem Flohmarkt einkaufen, zum Weiterverkauf.

Simbabwer leben unsicher in Botswana. Die Polizei unternimmt regelmäßig Razzien und schickt Illegale ins Abschiebelager Francistown und von dort nach Simbabwe. Doch sie kommen immer wieder. Botswanas Präsident Festus Mogae bestätigte kürzlich: "Wir schicken etwa tausend pro Woche zurück, doch sie sind sofort wieder da."

Das Thema ist heikel. Eine Krise sei es noch nicht, meint Finanzminister Baledzi Gaolathe. Aber: "Unsere Grenze zu Simbabwe ist lang, und die Zahl der Einwanderer wird steigen. Sie machen die Arbeit, die hier niemand machen will. Unsere Leute kooperieren mit ihnen - illegal."

Als Flüchtlinge kommen die Simbabwer nicht - sie wollen Geld verdienen. Lediglich ein Asylantrag pro Woche trifft beim UNHCR ein. Angeblich leben 120.000 Simbabwer in Botswana, und es werden mehr. Mit steigender Einwanderung nimmt auch der Fremdenhass zu. Für erhöhte Kriminalität werden Simbabwer verantwortlich gemacht.

Besonders in der Gegend um das Abschiebelager Francistown, nahe zum simbabwischen Grenzposten Plum Tree, macht sich eine ablehnende Stimmung breit. "Wir wissen, dass einige von euch die illegalen Einwanderer in euren Häusern und auf Farmen ohne Arbeitserlaubnis beschäftigen", sagte sogar der dortige Polizeichef Bee Majakumbizi und warnte die Einwohner: "Diejenigen, die Illegale verstecken, müssen sich klar sein, das ihr Haus das nächste Ziel ist."

Bei Francistown hat Botswana einen Grenzzaun gebaut - offiziell, damit kein Vieh mit Maul- und Klauenseuche die Grenze überquert. UN-Menschenrechtsbeauftrager Benny Otim bestätigt aber die Ansicht vieler Botswaner, dass der Grenzzaun Illegale fernhalten soll.

"Ein Zaun kann niemanden hindern, über die Grenze zu kommen", grinst Thomas Killer. Der 31-jährige Maurer aus Simbabwes Hauptstadt Harare weiß, wie Landsleute auch elektrifizierte Grenzzäune überqueren. "Natürlich springen wir nicht einfach drüber", lacht er. Aber es gibt genügend Ideen: "Ein Loch graben und drunterkriechen. Die Drähte mit Stöcken auseinanderhalten und durchkriechen. Korruption und andere Dinge."

Drei Jahre lebt Thomas Killer schon in White City. Sein Besuchervisum ist längst abgelaufen, aber illegal verdient er gut auf dem Bau. Die Einheimischen seien faul, sagt er. "Sie brauchen zu lange für ein Haus. Ich arbeite schnell und bin um die Hälfte billiger." Der Maurer hat schon ein Auto zusammengespart, das in Harare steht. Und mit ein etwas mehr Geld will er dort ein Geschäft aufmachen.

Meisi Mokqwipe beobachtet das Gespräch und sieht ihn schräg an. Die 64 Jahre alte Botswanerin jätet Unkraut am Straßenrand in White City und mag die Simbabwer nicht. "Sie sind alle kriminell", grummelt sie und runzelt die Stirn. Und während der Maurer erzählt, dreht ein Wagen mit einem weißen Auftraggeber seine Runden und hält nach Hilfsarbeitern Ausschau.
"MARTINA SCHWIKOWSKI
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Zim refugees flood Botswana

Feb 06 2003 09:51:57:890PM

Thousands of Zimbabwean refugees are arriving in Botswana monthly, fleeing hunger, economic crisis and mass unemployment.

Johannesburg - Faced with an influx of Zimbabwean refugees, the government of Botswana has requested urgent help from the Zimbabwean leadership, South African radio reported Thursday.

About 160 000 Zimbabwean refugees were arriving monthly - most of them illegal - fleeing hunger, economic crisis, mass unemployment and repression. There were also reports of an increased influx of Zimbabweans in neighbouring South Africa. -Sapa-DPA
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(2) 'Africa needs peace, security'

Feb 21 2003 09:36:10:903AM

Botswana's former prime minister Ketumile Masire says that a pan-African plan designed to revive the continent's economies needs peace and security to succeed.

Abuja - Botswana's former prime minister Ketumile Masire said on Thursday that a pan-African plan designed to revive the continent's economies needed peace and security to succeed.

Masire said conflicts and political instability across Africa could threaten the success of the New Partnership for African Development (Nepad), a plan developed by African leaders to eradicate poverty, improve governance and encourage sustainable growth in return for increased trade and aid from the developed world.

"Without peace and security, there can be no meaningful development. This is the least the people of Africa ask from their political leaders," Masire said during a speech on Nepad during a ceremony in Abuja to commemorate the death of a slain Nigerian military leader.

"Nepad calls for dedicated political leadership to succeed."

The United Nations Development Programme early this month pledged about $1.9m to help finance Nepad, which is being backed by the African Union.

Nigerian President Olusegun Obasanjo and former military head of state Ibrahim Babangida attended Masire's speech at the ceremony, which was organised by the Murtala Muhammed Foundation.

General Murtala Muhammed was killed on February 13, 1976, in a failed coup.

He was succeeded as military chief by his then deputy, Obasanjo. - Sapa-AFP
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A young woman's message of hope

THERE is always a morbid fascination with any person claiming to be infected with HIV, the virus that causes AIDS. Something about their brevity instills awe and a sense of perplexity, sometimes utter disbelief.
Last Saturday, a 30-year old woman stood up like she has done it so many times before a crowd of about 500 people and said, "Dumelang, my name is Cynthia Tuelo Leshomo, I'm a young lady living positively with HIV."
The words, coming out of a young, beautiful woman, were received with silence. It is anyone's guess how many believed and how many more didn't. Ms. Leshomo was addressing Barloworld employees at the launch of the company's policy on AIDS. She told the gathering that she first found out about her status in October 2000, and that since then she has joined the Coping Centre for People Living with HIV/AIDS (COCEPWA) where she also works.

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Touristin von Hippo attackiert

24.12.2003

Windhoek - Zum zweiten Mal in diesem Monat ist in den Sümpfen des Okavango Deltas in Botswana eine Urlauberin von einem Flußpferd attackiert worden.

Nach Berichten der südafrikanischen Nachrichtenagentur Sapa ist am vergangenen Donnerstag die ,,Miss Südafrika• von 1991, Diana Tilden-Davis, durch einen Biss in die Beine schwer verletzt worden. Nach einer Operation in einer Johannesburger Klinik sei ihr Zustand aber stabil.

Tilden-Davis war während eines Kanu-Ausflugs in einem engen Seitenarm der Okavango-Sümpfe auf ein Hippo geprallt und sofort attackiert worden. Früher im Dezember wurde die Südafrikanerin Jannice Simpson während einer Hippo-Attacke tödlich verletzt.

von Stefan Grüllenbeck

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05.07.04 14:36 (Basler Zeitung)

Botswana: Buschmänner klagen Recht auf Heimat ein

Gaborone. DPA/BaZ. In Botswana haben 243 Buschleute (Bassarwa) begonnen, ihre Rückkehr in die Heimat ihrer Vorväter in der Kalahari-Wüste einzuklagen. Seit Sonntagabend ist eine Richter-Gruppe in der Region, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Nach Angaben eines Radio-Korrespondenten vom Montag sind erste Anhörungen für Montag nächster Woche geplant.
Botswanas Regierung hatte Ende der 1990er Jahre begonnen, die Buschleute aus dem Naturreservat in Nachbargebiete umzusiedeln, um allen Bewohnern gleiche Bildungschancen zukommen lassen. Die in London ansässige verdächtigt die Regierung jedoch, in der Kalahari Diamanten schürfen zu wollen. Die Zahl der in Botswana lebenden Bassarwa wird auf 20'000 bis 48'000 geschätzt.

übrigens...

zur Zeit ist ein Team des ZDF zu Aufnahmen nach New Xade unterwegs. Wir leisteten Navigationsunterstützung.


25.10.2004, AZ
In Bezug auf Milzbrandfälle in der Caprivi-Region, wo der Krankheit bereits zahlreiche Wildtiere, hauptsächlich Büffel und Elefanten sowie eine große Anzahl Rinder verendet sein sollen, sagte Hübschle, dass in Botswana die Krankheit positiv diagnostiziert wurde. Alle Symtome deuten mit fast hundertprozentiger Sicherheit darauf hin, dass die Krankheit aus Botswana nach Namibia gedrungen und viele Tiere bereits verendet seien. Anscheinend sind auch fünf oder sieben Menschen an Milzbrand erkrankt, die allem Anschein nach das Fleisch von infizierten Tieren gegessen haben sollen. Dr. Hübschle bestätigte, dass er gehört habe, dass Personen in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, die schwere Hautausschläge und Ekzeme aufwiesen und das Milzbrand vermutet wird. Obwohl das Gesundheitsministerium aufgefordert wurde, Proben nach Windhoek in das Veterinärlabor zu schicken, ist dies bisher noch nicht geschehen. ,,Weder von den Menschen im Caprivi noch im Fall Leonardville sind die Proben im Labor eingegangen oder positiv bestätigt worden", sagte Hübschle. Auf keinen Fall sollte irgendjemand das Fleisch von Tieren essen, die an Milzbrand verendet sind, warnte der Tierarzt.


05.03.2005 - Politik / International
Reportage: Elend, Vergewaltigungen, Scham - die tödliche afrikanische Mixtur
Von unserer Mitarbeiterin MARTINA SCHWIKOWSKI
Das südliche Afrika ist besonders von der Aids-Epidemie betroffen - die meisten Opfer sind Frauen und Mädchen.


Johannesburg. Die Pausenglocke läutet. Aus der Klasse stürmen 50 Kinder auf den tristen Hof der Joe-Slovo-Hauptschule im gleichnamigen Township nahe Port Elizabeth, einer Hafenstadt in der südafrikanischen Provinz Ostkap. Die kleine Ayanda Ngangiles kommt schüchtern heraus. Ihre Kleidung ist zerschlissen, ihre großen dunklen Augen blicken traurig. Neun Jahre ist sie alt. "Die Großmutter schlägt das Kind", sagen die Lehrer. "Der Großvater vergewaltigt es", sagen die Nachbarn.

Das Mädchen überwand die Scham, als die Klassenlehrerin im Unterricht über Sexualkunde sprach, und erzählte ihr: "Mein Großvater macht das mit mir." Ayandas Mutter starb vor drei Jahren - an Aids. Auch viele der 800 Kinder in der Joe-Slovo-Hauptschule tragen das HI-Virus in sich und wissen es nicht. Die Zahl der Waisen unter ihnen steigt. Es gibt in der Gegend keinen Zugang zu Medikamenten, und das Tabu um die Krankheit erschwert oft den ersten Schritt, sich testen zu lassen.

In der Schwarzensiedlung, deren Hüttendächer auf den Hügeln rund um die Schule sichtbar sind, reihen sich elende Bretterbehausungen aneinander. "Die Armut trägt erheblich zur Aids-Krise bei", sagt Richard Delate, Mitarbeiter im Unaids-Büro in Johannesburg. Und: "Es werden zu wenig Kondome verteilt. Nur 19 Prozent der Menschen auf dem afrikanischen Kontinent benutzen Kondome."

Das südliche Afrika ist besonders von der Aids-Krise betroffen: In Südafrika haben sich etwa 24 Prozent der 47 Millionen Einwohner angesteckt. In Botswana und Swaziland mit Bevölkerungszahlen knapp über einer Million sind 38 Prozent der Erwachsenen infiziert. Frauen und Mädchen sind am stärksten Aids-gefährdet. So leben in Sambia und Zimbabwe 80 Prozent der jungen Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren mit dem tödlichen Virus.

Aber trotz des düsteren Szenarios, das seine Organisation skizziert (siehe Bericht auf Seite 3), sei es noch nicht zu spät, die Epidemie einzudämmen, meint Unaids-Mitarbeiter Delate. Behandlungen mit Medikamenten müssten verstärkt werden, fordert er, und sagt: "Wir müssen besser durchdacht arbeiten und mehr Verantwortungsbewusstsein und erheblich höhere finanzielle Mittel durchsetzen."

Doch es gibt auch jetzt schon bescheidene positive Entwicklungen. Zum Beispiel kämpfen HIV-infizierte Frauen in Botswana gegen das Aids-Stigma, indem sie den Schönheitswettbewerb "Miss Stigma Free" veranstalten. In Malawi, wo eine dramatische Ärzte-Knappheit herrscht, wurden dennoch Test- und Behandlungszentren eröffnet. "Politische Führungen können mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft gegen eine weitere Ausbreitung von HIV und Aids ankämpfen", sagt Delate.

In Ayandas Schule schimpft Samuel Blou, ein Lehrer, der noch nicht aus Frustration gekündigt hat, auf korrupte Politiker und die unzureichende Schul-Ausstattung: "Man lässt uns hängen." Ayanda macht sich derweil langsam auf ihren Heimweg. Als sie zu Hause ankommt, findet sie die Tür der Holzhütte verschlossen. Betreuung nach der Schule gibt es hier nicht. Viele Mädchen ziehen aus Verzweiflung zum Truck-Stop an der Straße, um Sex gegen Geld anzubieten. Teenager-Schwangerschaften kommen häufig vor, zum Teil sind die Mütter erst 13 Jahre alt.

Ayanda wartet, doch plötzlich kommt der Großvater um die Ecke. Sie bleibt auf Distanz. Es seien harte Zeiten, sagt der 64-Jährige. Mit seiner Pension von umgerechnet etwa 95 Euro pro Monat müssten sechs Angehörige das Auslangen finden. Auf die Anschuldigungen der Vergewaltigung reagiert er mit einer abweisenden Handbewegung: "Sehe ich so aus, als könnte ich so etwas tun?"

© diepresse.com | Wien


Zeppelin sucht Diamanten - Piloten auf harte Probe gestellt

In Botswana ist derzeit ein Zeppelin unterwegs, der für die Firma DeBeers nach Diamanten sucht. Die Piloten müssen dabei unter schwierigen Bedingungen fahren. "Wir fliegen hier hart an der Grenze des Möglichen", so ein Pilot.
Die Kalahari-Wüste liegt mehr als 1.000 Meter über dem Meeresspiegel, am Tage ist es hier äußerst heiß, und hin und wieder kommt es zu schweren Gewittern, die dem Luftschiff schaden können.
Außerdem herrschen in dieser Gegend sehr starke Winde. Daher muss der Zeppelin sogar in Ruhestellung "am Mast geflogen" werden. Die Einsätze werden in der Nacht gefahren, da es infolge der Tageshitze eine viel zu starke Thermik gibt.

Quelle: www.fr-aktuell.de

Die Jagd nach Diamanten

Firma sucht mit Hilfe eines Zeppelins in Botswana nach den wertvollen Rohlingen / Luftschiff lockt Schaulustige

VON JOHANNES DIETERICH Gesucht wird: ein Schlot (FR)

Fata Morgana oder eine Begegnung der anderen Art? Wüstenreisende zucken dieser Tage nahe des botswanischen Kalahari-Städtchens Jwaneng zusammen: Dort schwebt über kahlen Dornbüschen und heißem Sand ein 75 Meter langer, weißer Zeppelin - als ob der scharfe Ostwind ein Relikt aus einer anderen Welt hierhergeblasen hätte.

Als das voluminöse Luftschiff vor wenigen Wochen angetuckert kam, versammelten sich auf dem nahe gelegenen Transkalahari-Highway Menschenmassen, denen die Münder offen standen: Über Radio und Zeitung musste die lokale Bevölkerung beruhigt und darauf hingewiesen werden, dass es sich bei der fliegenden Zigarre nicht etwa um ein extraterrestrisches Ufo, sondern lediglich um ein hochmodernes Fluggerät aus Deutschland handele. "In meinen kühnsten Träumen hätte ich mir nicht vorgestellt, mal mit dem Zeppelin in Afrika zu fliegen", sagt Luftschiffpilot Oliver Jäger. Der 34-jährige Friedrichshafener ist seit zwei Wochen in der Wüste stationiert: "Eine ungeheure Herausforderung", sagt der einstige Helikopter-Fluglehrer.

Das afrikanische Terrain ist für den mit 7000 Kubikmeter Gas gefüllten Helium-Ballon tatsächlich ein ziemlich harter Brocken: Botswanas Kalahari-Wüste liegt deutlich über 1000 Meter über dem Meer, ist tagsüber brüllend heiß, und ab und zu geht über dem trockenen Sand ein dramatisches Gewitter nieder.

Dessen Hochvolt-Blitze hätten zumindest die sensible Elektronik des Zeppelins leicht zerfetzen können. Da derzeit außerdem eine steife Dauer-Brise über die Wüste fegt, muss der lediglich an seiner Nase an einem Mast befestigte Ballon selbst im Ruhezustand ständig von Aushilfspiloten "am Mast geflogen" werden: Die Riesenwurst richtig festzuzurren sei bei den unter diesen Bedingungen auf sie wirkenden Kräften ganz und gar unmöglich, erläutert Jäger. Was der Zeppelin in dieser unwirtlichen Welt verloren hat? Einzelheiten sind "geheime Kommandosache". Doch in groben Zügen ist der Auftrag klar: Das Luftschiff soll im Auftrag des DeBeers-Konzern in der Wüste Diamanten finden. In Botswana werden so viele der kostbaren Steine wie nirgendwo anders in der Welt gewonnen: Eine Laune der Natur hat dem einst bettelarmen Wüstenstaat zahlreiche aus dem Erdinneren führende und mit "Kimberlit" gefüllte Schlote beschert.

Die sind allerdings meist mit meterhohem Sand verdeckt, so dass sie mit bloßen Auge nicht zu finden sind: Die High-Tech-Geräte, die die US-Firma Bell Geospace in die Zeppelin-Kanzel packte, sollen die wertvollen Kamine mittels Gravitationsmessungen aufspüren.

Einst übernahmen Flugzeuge diese Aufgabe. Doch der Zeppelin kann langsamer fliegen und vibriert nicht so stark: ein Riesen-Vorteil für die Messgeräte. Die Piloten sind jedoch zu Höchstleistungen gezwungen: Denn Oliver Jäger und seine Kollegen müssen das windempfindliche Luftschiff exakt auf einer Linie halten, von der sie höchstens um 20 Meter abweichen dürfen. Da das in der Tageshitze und der davon ausgelösten enormen Thermik völlig ausgeschlossen wäre, fliegen Jäger & Co bei Nacht - und das heißt in diesen Breitengraden: absolute Dunkelheit. Weil der Zeppelin der Messungen wegen außerdem nicht höher als 80 Meter über dem Boden fliegen darf, ist die Mission nicht ungefährlich: "Wir fliegen hier hart an der Grenze des Möglichen", sagt Jäger.