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Aktuelle Presseberichte aus Mosambik

 


Auto-Strassenraub / Überfall /Hijack (N2 SA)

 

29.01.2007

 

Minensuche

Cholera kills 5 in Maputo

21.08.2005

Jan 06 2004

Organhandel !!!!!

300 Cholera Tote

20.07.2005

21.02.2004


Auto-Strassenraub / Überfall /Hijack an der Grenze zu Mosambik in Südafrika auf der N2

Hallo Roland,
Die N2 ist die Hauptautobahn von Durban Richtung Norden zum Hluhluwe-Umfolozi NP, Mkuze NP, Swaziland und weiter zum Krüger Park oder zur Mocambique Südgrenze - ...... Erst vorgestern wurde wieder ein 4x4 mit Insassen gehijckt gerade außerhalb vom Mkuze NP. Die Wagen verschwinden über die grüne Grenze nach Mocambique.
Es ist nicht abzusehen, ob die Situation schnell besser wird, denn es gibt Zeichen, dass die Zulu im Vorgriff auf die Präsidentenwahlen 2008 wieder eine Privatarmee gegen den ANC aufbauen (wie schon vor den Wahlen 1994) und die Provinz KwaZulu-Natal „ungouvernable“ machen wollen. Im Dezember 06 hatten sich ca. 2000 Freiwillige im Norden auf einer Farm versammelt, die alle ein „militärisches Training in Mocambique“ absolvieren wollten mit der (vergeblichen und nie realistischen) Hoffnung, in die SADF eingegliedert zu werden. Zunächst wurde das abgewendet, aber es schwelt weiter. Für 2010 (soccer) kann das ernste Probleme ankündigen. Falls diese „Freiwiligen“ wirklich noch militant werden, kann mit einer langwierigen Strassenräuberei gerechnet werden. Die Anzahl, Bewaffnung und Professionalität der Überfälle sowohl auf Zivilfahrzeuge als auch Geldtransporter hat immer wieder auf (ex- oder aktive?) Polizei- oder SADF-Angehörige hingewiesen.

H.S.

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Presseartikel


Lebensretter mit feinen Nasen
Eine belgische Organisation bildet Ratten für die Minensuche aus. Die ersten haben kürzlich die UNO-Zulassungstests bestanden und sind jetzt in Mosambik im Einsatz. Etwa 20.000 Menschen werden jedes Jahr Opfer von Minen
VON ISABEL GUZMÁN

Ronaldo ist von Natur aus ein nachtaktives Tier. Doch die Aussicht auf die Banane, die als Belohnung wartet, hat ihn seine Gewohnheiten ändern lassen. Schnüffelnd rennt das Rattenmännchen an einem glitzernden Drahtseil entlang, schiebt seine zitternde Schnauze unter die Grasbüschel. Lehmstaub setzt sich in sein braunes Fell. Ronaldos Mission ist nicht einfach: Er sucht nach überwucherten Landminen.

"Wir haben ihn monatelang trainiert", sagt Bart Weetjens. "Auch Gefahren wie kreisende Vögel dürfen ihn nicht ablenken." Gebannt blickt der 39-jährige Belgier auf das Video mit Ronaldo, das er mitgebracht hat, um potenzielle Geldgeber zu beeindrucken. In diesen Monaten scheint sich für ihn ein Traum zu erfüllen. 17 von ihm ausgebildete Ratten haben die UN-Zulassungstests für Minensuchtiere bestanden. Jetzt haben sie ihre Arbeit in Minengebieten im afrikanischen Mosambik begonnen.

Weetjens ist Gründer und Kodirektor der belgischen Organisation Apopo, einer Gruppe, die in ihrer Anfangszeit Ende der 90er mehr als einmal Kopfschütteln geerntet hat. Die Idee, eine wild lebende Rattenart mit extrem feinem Geruchssinn - Afrikanische Riesenhamsterratten - für die Minensuche zu zähmen, schien einigen Gesprächspartnern zunächst absurd. Als so genannte Biosensoren wurden damals ausschließlich Hunde verwendet.

"Absurd?", fragt Weetjens und zeigt auf das Video, auf dem Ronaldo sich in zehn Minuten 30 Quadratmeter vorangearbeitet hat, noch ohne Minenalarm zu geben. "Ratten haben einen großen Vorteil: Sie sind billiger als Hunde!" Sie fressen weniger, vermehren sich schneller, sind einfacher zu halten und zu transportieren.

Auch gegenüber maschinellen Techniken gebe es Vorteile, betont Weetjens. Denn künstliche Minendetektoren reagieren auf Metall, nicht auf Sprengstoff. Bei jedem Stück Schrott lösen sie kostspieligen Alarm aus. Ronaldos glatte, zuckende Nase registriert dagegen das TNT, das in den Minen enthalten ist - in der unvorstellbaren Verdünnung von zehn Femtogramm pro Liter Luft. "Herkömmliche Methoden können wir nicht ersetzen, aber mit Sicherheit ergänzen", meint der Aktivist.

Behutsam ziehen die Trainer, die in minensicheren Rinnen stehen, die Ratte an einer Leine zwischen sich hin und her. So läuft das Nagetier jedes Fleckchen Erde in dem kritischen Areal ab. Erde, die seit langem kein Mensch zu betreten wagt. In Mosambik und anderen Krisenregionen liegen geschätzt hundert Millionen Antipersonenminen. Etwa 20.000 Menschen werden jedes Jahr durch sie getötet oder verletzt.

Schließlich schaffte es Apopo, eine Reihe von Geldgebern von ihrer Arbeit zu überzeugen. Zur belgischen Regierung gesellten sich unter anderem die Europäische Union, die Weltbank, die US-Armee. Doch der Spielraum ist noch sehr begrenzt. Das bisher Erreichte ist eher ein Tropfen auf den heißen Stein: 38 Kilometer Straße und Böschungen sowie einige kleine Felder in Mosambik hat Apopo bislang für minenfrei erklärt.

Stück für Stück will Weetjens die Aktivitäten ausbauen. Er blickt auf sein Video, auf dem Ronaldo in Aufregung geraten ist. Die Ratte springt herum, macht Männchen und scharrt immer wieder wild im Lehm. Mit äußerster Vorsicht nähert sich ein Minenexperte und legt mit einem Spaten eine rostige, handtellergroße Landmine frei. "Sehen Sie jetzt, wieso Ratten diese Arbeit machen sollten?", ruft Weetjens den Zuschauern zu. "Sie wiegen maximal 1,5 Kilogramm." Damit sei es so gut wie unmöglich, dass die Tiere selbst die Mine auslösen. EPD

taz Nr. 7746 vom 19.8.2005, Seite 10, 126 Zeilen (TAZ-Bericht), ISABEL GUZMÁNEPD


Kinder werden ermordet, um Organe zu entnehmen
Trotz internationaler Proteste: Schwestern in Mosambik weiter bedroht

Die Servitinnen von Nampula haben das grausame Schicksal von Kindern in Mosambik bekannt gemacht. Dennoch werden weiter verstümmelte Kinderleichen aufgefunden.

Sarima Iburamo war mit ihrer Freundin unterwegs auf den Markt. Dort wollten sie Bananen verkaufen. Als die beiden Elfjährigen von zwei jungen Männern angesprochen wurden, die alle ihre Bananen kaufen wollten. Erfreut über den Geschäftserfolg trennten sich beide. Die Freundin wollte weitere Bananen für den Markt holen, Sarima mit den beiden Fremden zu Hause den Verkauf abwickeln. An jenem 12. Oktober 2002 wurde sie jedoch nicht wieder gesehen. Als tags darauf Sarimas Leiche entdeckt wird, fehlen ihr Augen, Zunge, Eingeweide und Genitalien.
„Das ist einer von mehreren Dutzend Berichten, wie ihn Sr. Juliana seit zwei Jahren in Nampula zusammengetragen hat“, berichtete P. Patrick Carroll vergangene Woche bei der Internationalen Studientagung von Missio austria. Denn das „Mater Dei“-Kloster der Servitinnen ist zum Zentrum im Kampf gegen Kinderhandel in Nampula geworden. „Dort suchen viele Rat und Unterstützung, die ihnen von der Polizei verweigert wird.“
Auch Sarimas Eltern war es so ergangen. Die Polizei drängte sie, die verstümmelte Leiche sofort zu begraben. Als die Familie eine gerichtsmedizinische Untersuchung beantragte, verlangte die Polizei dafür Geld. Und zwar so viel, dass Sarimas Eltern das nie zahlen konnten. Deshalb gab es keine polizeilichen Ermittlungen.
Schon vor der umfassenden Tätigkeit der Servitinnen hatte im Jahr 2001 Doraci Edinger Alarm wegen Kinderhandel geschlagen. Wie ernst das damit verbundene Klima der Einschüchterung war, zeigte der 21. Februar 2004. Die evangelische Diakonin wurde vor ihrem Haus ermordet aufgefunden. Zwar sind seither sechs Personen wegen des Mordes an der 53-jährigen Edinger verhaftet worden, doch die Motive, die zur brutalen Bluttat geführt haben, sind bis heute ungeklärt. In dem Klima der Einschüchterung leben auch die Servitinnen. P. Carroll: „Auch heute werden die Schwestern von bedrohlich wirkenden, bewaffneten Männern verfolgt.“
Durch internationalen Druck, der seit Jänner 2004 von den Serviten organisiert wurde,vor allem auf die Regierung von Mosambik, habe sich zwar die Situation entspannt. „Aber es verschwinden immer wieder Kinder im Norden des Landes. Noch immer werden verstümmelte Kinderleichen gefunden“, berichtet Pater Patrick. Dutzende derartiger Kinderleichen wurden bereits gefunden. Was ist mit den Organen geschehen? „Zweifellos wurden einige bei traditionellen afrikanischen Ritualen in Mosambik verwendet. Und es wird vermutet, dass sie zum gleichen Zweck auch in Nachbarländer verkauft wurden. Aber es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass Kinder lebend verkauft werden, um sie später – unter hygienischen Bedingungen – zu Organspendern zu machen. Weil dieser Handel jedoch im Geheimen stattfindet, ist er schwer nachweisbar“, beklagt P. Carroll.

3000 Kinder täglich verkauft
Hintergrund
„Mosambik ist nur ein Stein im Puzzle des globalen Kinderhandels“, ist P. Patrick Carroll überzeugt. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, hat vergangene Woche Zahlen vorgelegt, denen zufolge weltweit täglich 3000 Mädchen und Buben von Menschenhändlern verkauft werden. Die allermeisten landen in der Prostitution.
Immer mehr minderjährige Opfer kommen aus osteuropäischen Ländern. So habe in Moldawien „der Menschenhandel inzwischen epidemische Ausmaße erreicht“. Für einen „Kaufpreis“ von weniger als 200 Euro landen die Kinder in den Fängen professioneller Zuhälter.
Selbst in Tschechien gehört für viele Kinder im Grenzgebiet Kinderprostitution zum normalen Alltag. Dies zeigt eine Studie, die UNICEF im Juni vorgestellt hat. Demnach berichtet jedes siebte Kind in der Stadt Cheb davon, dass ihm einmal ein Erwachsener Geld für Sex angeboten habe. Und von den 844 befragten Kindern in der grenznahen Stadt gab bereits jedes Dritte an, selbst Kinderprostitution gesehen zu haben. „Es ist schockierend, dass wir es nicht einmal in Europa schaffen, Kinder vor Prostitution zu schützen“, sagt Gudrun Berger von UNICEF Österreich. Gemeinsam haben UNICEF Österreich, Deutschland und Tschechien sowie die Kinderrechtsorganisation ECPAT die Regierungen aufgefordert, die sexuelle Ausbeutung von Kindern in der Mitte Europas wirksamer zu bekämpfen.

Nampula
Stichwort
Im Norden von Mosambik gelegene Stadt mit rund 500.000 Einwohnern. Die drittgrößte Stadt des südostafrikanischen Landes ist das Handelszentrum Mosambiks. In einer Region mit Baumwoll- und Gemüseanbau lebt die Mehrheit der Bevölkerung vom Ackerbau, der zum Eigenbedarf betrieben wird. Seit Jahren verschwinden Kinder oder werden tot aufgefunden.

19.7.2005, Walter Achleitner


Cholera kills 5 in Maputo

Jan 06 2004 08:54:47:280PM

A cholera outbreak has claimed five lives out of about 220 cases in the Mozambique capital Maputo since Christmas.

Maputo - A cholera outbreak has claimed five lives out of about 220 cases in the Mozambique capital Maputo since Christmas, a senior health official said on Tuesday.

Deputy national health director Avertino Barreto told AFP that between 30 and 40 people were admitted daily to the cholera treatment ward of the government-run Mavalane hospital, one of the city's largest health facilities.

"The situation in Maputo city is very worrying as we have received many cases not only from around (here) but also from the rural districts of the province," Barreto said.

He warned that the situated could be aggravated due to faulty water supplies and insanitary conditions in many suburbs of the city.

Barreto also reported an outbreak in the central port city of Beira.

"Between five and eight people are admitted to Beira hospital every day," he said.

Beira, which usually suffers from a cholera epidemic every year, is currently benefitting from a trial vaccination programme, which could be extended to other parts of the country if it proves to be effective.

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Fast 300 Cholera-Tote im Süden Afrikas

GENF - Eine Cholera-Epidemie in sechs südafrikanischen Ländern hat seit Dezember 297 Menschen das Leben gekostet. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf mitteilte, haben sich mehr als 14 400 Menschen infiziert, allein 9400 in Mosambik.

Hauptgrund sei der Mangel an sauberem Trinkwasser. Betroffen von dem Cholera-Ausbruch sind Burundi, Kamerun, Mali, Mosambik, Sambia und Südafrika.

Bei der hoch infektiösen, von Bakterien verursachten Krankheit kommt es nach einer Inkubationszeit von ein bis fünf Tagen zu Durchfall und Leibesschmerzen. Starker Flüssigkeitsverlust kann Kreislauf- und Nierenversagen auslösen und zum Tod führen.

Bei rechtzeitiger Behandlung mit Flüssigkeits- und Mineralienzufuhr und Antibiotika ist die Sterblichkeit bei Cholera gering.


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