Presseberichte
zu Tansania
Bus plunges into river, 56 dead
09/06/2006 18:56 - (SA)
Arusha - At least 56 people were killed when an overloaded bus plunged into
a river in northern Tanzania on Friday.
The bus was travelling from the town of Melerani to Arusha.
It spun out of control on a bridge and toppled into the Malala river at Makumira,
about 20km from its destination.
The dead included women and children, said police.
Regional police chief Basilio Matei said at least 56 of the 74 passengers believed
to be on the bus, had died.
The bus had a seating capacity of 26.
The accident was the second mass fatality traffic incident in northern Tanzania
this week.
A least 28 people died on Tuesday, when a speeding cargo truck on which they
were travelling overturned.
Löwen töten in Ostkenia vier Kinder
Ein Rudel Löwen hat im Osten Kenias vier Kinder getötet. Die zehn
Raubtiere fielen die Kinder Berichten von Anwohnern zufolge in einem Haus an,
in denen die Kleinen schliefen.
Das jüngste Opfer sei ein einmonatiges Baby gewesen, sagte der Vize-Polizeichef
der Region Garissa rund 300 Kilometer östlich der Hauptstadt Nairobi.
In einem Nachbargebäude seien drei weitere Menschen verletzt worden.
Die Tiere seien vermutlich wegen der anhaltenden Trockenheit auf der Suche
nach Futter in das Wohngebiet eingedrungen, wo sie auch 34 Ziegen gerissen
hätten. Bereits im vergangenen Monat waren in derselben Region vier Menschen
von Löwen getötet worden.
In Ostafrika werden Löwen, die Menschen anfallen, Man-eater genannt. Das
Phänomen ist äusserst selten. Der berühmteste Fall ist jener
von Tsavo im heutigen Kenia von 1898, als zwei Löwen mehrere Arbeiter
der ugandischen Eisenbahn töteten, die über dem Tsavo-Fluss eine
Eisenbahnbrücke bauten.
Diese Geschichte und die Geschichte der Jagd auf die beiden Men-eater wurde
1996 mit Michael Douglas und Val Kilmer verfilmt in «The Ghost an the
Darkness».
Quelle: SDA/ATS
Aus der Serie ZDF Expedition (Auszug) Sendung: 10.4.06
Raubbau am Kilimandscharo
Einzigartiges Ökosystem
Im heutigen Tansania im Grenzgebiet zu Kenia liegt der wundersame Kilimandscharo.
Die Naturschätze des 5895 Meter hohen Vulkans sind bedroht. Dagegen kämpfen
der Bayreuther Biologe Andreas Hemp und Christian Lambrechts von den Vereinten
Nationen.
Der Kraterbereich des Gipfels ist bereits völlig eisfrei
Weit über den Wolken sichten die Forscher den Gipfel des höchsten
freistehenden Berges der Welt. Ein grandioser Anblick, doch so anders als auf
den "Schnee am Kilimandscharo"-Postkarten: kahl, trocken, braun.
Neben dem Wald sind besonders die Gletscher gefährdet. Bei minus 15 Grad
ideale Sichtbedingungen: kein Schnee verdeckt das immer mehr zurückweichende
ewige Eis. Mit Digitalkamera und GPS wird jeder noch vorhandene Meter aufgenommen.
Die Computerauswertung erfolgt in Hemps Forschungsstation in Old Moshi am Fuße
des Berges. GPS-Flugdaten, Digitalphotos und Notizen ergeben ein alarmierendes
Datenpaket: 7000 frisch gefällte Bäume wurden während einer
Befliegungskampagne entdeckt. Der Raubbau muss sofort gestoppt werden, wenn
man den Wald und seine Funktion als Wasserspeicher für die Zukunft bewahren
will. Auf den Satellitenbildern sind die Gefahren für das einzigartige
Ökosystem zu erkennen. Besonders deutlich wird das bei der vergleichenden
Auswertung der Gletscherbilder. Der Belgier Christian Lambrechts beobachtet
dort einen dramatischen Rückgang des "ewigen" Eises: die neueste
Bewertung des Zahlenmaterials zeigt, dass die Gletscherkappe extrem linear
schrumpft. Man kann davon ausgehen, dass im Jahr 2020 kein Eis mehr auf dem
Kilimandscharo sein wird.
In den 20er Jahren war der Gipfel des Kilimandscharo noch schneebedeckt
In den 20er Jahren nahm ein wagemutiger Schweizer Pilot mit einer dreimotorigen
Fokker beinahe die gleiche Flugroute wie gut 80 Jahre später Hemp und
Lambrechts. Ein Dokument von schlagender Beweiskraft: damals lag viel mehr
Schnee am Kilimandscharo, die Gletscher waren deutlich größer. In
weniger als 100 Jahren haben sie 80 Prozent ihrer Fläche verloren. Und
allein in den letzten 35 Jahren 17 Meter an Dicke. Die weltweite Klimaveränderung
sorgt dafür, dass man in Zukunft nur noch in Filmen den legendären
"Schnee am Kilimandscharo" bestaunen kann.
Forscherfragen: Wie verändert sich das Leben in den Zonen unterhalb der
noch eisigen Höhen?
Deutliche Veränderungen
Die Expedition ist ein einzigartiges Forschungsobjekt mit über zehn verschiedenen
Vegetationsstufen im Rahmen eines Projekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Das erste Ziel ist das Msarangatal. In einer Höhe von 1600 Metern wollen
sie untersuchen, was von den ursprünglichen Schluchtwäldern noch
übrig ist. An jedem Einsatzort macht der Biologe Inventur und prüft
ob die Natur noch intakt ist und ob sie wirklich so artenarm ist, wie bisher
in der Fachliteratur dargestellt. Kartierungen und Vegetationsuntersuchungen
dienen ihm als Grundlage zur Beurteilung des Ökosystems Kilimandscharo.
Der Vergleich der jetzigen Pflanzenwelt mit älteren Satellitenbildern
zeigt deutlich Veränderungen. Der Wald wird zurückgedrängt.
Schreckensszenario: Was passiert, wenn Wald und Gletscher die Bäche nicht
mehr genügend speisen?
Die nächste Station ist ein Wassserfall am Talabschluss. Für den
Pflanzenphysiologen Andreas Hemp ist die immerfeuchte Flora eine Versuchsanodnung
zum Verhältnis von Wasser, Wald und Mensch. Ein Paradies, doch die Menschen
rücken immer näher. Vor hundert Jahren zählte man 60.000 Einwohner
rund um den Berg. Heute lebt über eine Million an den Hängen des
Kilimandscharo. Die Menschen sind auf sein Wasser angewiesen.