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Aktuelles zur Sicherheitslage Uganda

 

 

Direkt zum Auswärtigen Amt

1 AA Info 2008

2. Erschossen im Murchison NP (2005)

3. Pressebericht Nord Uganda (2006)

4. UN zu Nord Uganda


Unsere Meinung,

den Süden Ugandas können Sie problemlos bereisen. Voraussetzung, Sie haben ein eigenes Auto und halten sich nachts in festen Unterkünften oder Campingplätzen auf. Tagsüber stellt der Fahrzeugverkehr das wirkliche Risiko dar. Gerade Busse sind rollende Zeitbomben. Da muss man schon mal ausweichen.

Zwar scheint sich im Norden Ugandas eine Art Waffenstillstand anzubahnen, aber von diesem Bereich sollten Sie unbedingt Abstand nehmen. Beachten Sie dazu die braun schraffierten Gebiet in unserer E-Karte. Genauso gefährdet wie der Norden Ugandas sind auch die Grenzbereiche zwischen Kenia und Uganda im Norden. 8/2006


Aktuelle Hinweise des Auswärtigen Amtes (Jan 2008)

* Teile von Uganda waren von einer Flutkatastrophe betroffen. In den überfluteten Gebiete im Norden und Nordosten des Landes (Regionen Lango, Teso, Karamoja, Acholi) ist das Wasser abgelaufen und die Hauptstraßen und Brücken wieder befahrbar. Die Cholera-Gefahr ist noch nicht eingedämmt. Es wird weiterhin empfohlen, ausschließlich abgefülltes Wasser zu benutzen. Bei erneuten starken Regenfällen ist mit Verschlechterung der Verkehrssituation zu rechnen.

* Ebola hämorrhagisches Fieber (EHF): Der gemeldete Ausbruch eines hämorrhagischen Fiebers im Westen des Landes hat sich als EHF bestätigt. Das Infektionsgebiet liegt im Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur Demokratischen Republik Kongo in der Mitte zwischen Albert- und Edwardsee und ist mit dem Befall von 14 Dörfern relativ großflächig. Mit ersten Verdachtsfällen in den Nachbardistrikten Kyenjojo und Fort Portal scheint es sich noch weiter auszudehnen. Die Bevölkerung in der gesamten Region ist erheblich beunruhigt, zahlreiche Bewohner, darunter auch medizinisches Personal, haben das Infektionsgebiet verlassen. Kontrollmaßnahmen sind eingeleitet, nationale und internationale Fachkräfte sind vor Ort. Zum ersten Mal in der Geschichte des EHF liegt ein Infektionsgebiet in einer touristisch erschlossenen Region. Besucher des Rwenzori-Gebirges und der Wildreserevate einschließlich des Queen Elizabeth und Kibaale Nationalparks sind nicht gefährdet, sofern sie die für den organisierten Tourismus vorgesehenen Orte einschließlich der dazugehörigen Verkehrsmittel und Unterkünfte nicht verlassen. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes rät allen Reisenden, die weitere Entwicklung anhand aktueller Meldungen in den Medien oder über die Reiseveranstalter zu beachten und zumindest private, nicht-organisierte Reisen in das Infektionsgebiet vorerst zu unterlassen. Der Kontakte mit kranken Menschen und ihren Körperflüssigkeiten vor Ort sowie die Berührung von medizinischen Abfällen ist unbedingt zu vermeiden. Auch sollte man den engen Kontakt zu Wildtieren einschließlich Primaten („Streichelzoo“) sowie Buschfleisch („bush meat“) unterlassen.

Aktuelle Hinweise zu Ebola in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf folgender Website: www.whouganda.org.

Stand: 18. Januar 2006

Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.

Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert.

Ohne englische Sprachkenntnisse ist eine Reise nach Uganda schwierig.

Stand: 10.11.2005


Sicherheitshinweise

Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen
Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.

Auf Reisen nach Norduganda (Distrikte Gulu, Kitgum, Pader, Lira, Apac) sollte bis auf
weiteres verzichtet werden, weil dort mit Aktivitäten der "Lord’s Resistance
Army" zu rechnen ist. Gewaltsame Übergriffe auf Touristen können nicht
ausgeschlossen werden. Von Reisen in die Karamoja Region (Kotido, Moroto, Nakapiripirit)
sollte ebenfalls Abstand genommen werden, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente
nicht ausgeschlossen werden können.

Auch Reisen in den Westen des Landes (Distrikt Bundibugyo) erfordern angesichts der
Sicherheitslage besondere Vorsicht. Insbesondere sollte von Reisen in den Semliki National
Park (Bundibugyo), der von Rebellen gelegentlich als Zugangsweg genutzt wird, abgeraten.
Gleiches gilt für Fahrten in das südwestliche Grenzgebiet (Dreieck Demokratische
Republik Kongo, Ruanda, Uganda). Auch vor Reisen in den Kidepo Nationalpark wird wegen
bewaffneter Auseinandersetzungen zwischen südsudanesischen und ostugandischen
Nomadenvölkern dringend abgeraten.

Vor Fahrten in die Distrikte Adjumani, Soroti, Katakwi, Kaberamaido, Kumi, Pallisa,
Kapchorwa, Sironko und Mbale sowie zum Mount Elgon National Park sollte die Botschaft
der Bundesrepublik Deutschland in Kampala kontaktiert werden. In Notfällen ist die
Botschaft ausserhalb der Dienstzeiten über die Telefonnr. 00256-77-763 000 (für Anrufe
aus Deutschland) bzw. 077-763 000 (für Anrufe aus Uganda) zu erreichen.

Gelegentliche Rebellenbewegungen im Nordteil des Murchison Falls Nationalparks deuten
auf die nach wie vor bestehende Gefahr von Übergriffen innerhalb dieses Teils des Parks
hin. Ein europäischer Reisender wurde auf der Nordroute von Karuma nach Packwach im
Packwach-Bezirk Opfer eines bewaffneten Überfalls. Von der Benutzung dieser Fahrtroute
rät die Botschaft schon seit längerer Zeit aufgrund verschiedener Vorfälle ab. Für die
Anfahrt zum Murchison Falls Nationalpark sollte allenfalls die Südroute über Masindi
gewählt werden. Es wird empfohlen, vor einem geplanten Überquerung des Nils in Richtung
Norden die aktuelle Lage bei der Botschaft in Kampala zu erfragen.

Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem
internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen
herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel
einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf
hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die
Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im
Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies
gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Aufgrund teilweise schlechter
Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise einiger
Verkehrsteilnehmer wird empfohlen, auf Nachtfahrten zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten
in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen
bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei
verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) gegeben hat.



In Uganda werden im Februar/März 2006 Parlaments- und Präsidentschaftswahlen
durchgeführt. Mit einer Anspannung der innenpolitischen Situation im Vorfeld der Wahlen
muss gerechnet werden. Die Botschaft empfiehlt, sich von politischen Versammlungen,
Demonstrationen oder anderen politisch motivierten Aktionen fernzuhalten.

... wir waren mittendrin. Freundliche und problemlos. Aber starkes Militäraufgebot.


Aktuelle Information können vor Ort zusätzlich bei der Uganda Wildlife Authority
(UWA) und beim Uganda Tourism Board (UTB) eingeholt werden.


erschienen: Donnerstag 10.11.05

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Ende Februar 2006 haben wir uns vor Ort über diese Geschichte informiert. Der Ort des Vorfalles soll in einem abgelegenen Gebiet sein, wo Touristen nicht hinkommen. Auch behauptet man alles im Griff zu haben. Solche Vorfälle seien nicht mehr möglich.

Rebellenüberfall mit Todesfolge im Murchison NP (Weitere Zeugen Steve und Michelle Sanders s. unter Reiseberichte)

9.11.2005

Nile Expedition team considering future of Expedition after tragic death
The British and New Zealand Expedition team attempting the first complete ascent of the Nile have been involved in an incident with rebels in Northern Uganda which has resulted in the tragic death of a British man, Keith Steve Willis.
Mr Willis, who lives and works in Uganda, had volunteered to assist the team in retrieving some of their equipment from the banks of the Nile after the team encountered some of the fiercest rapids in the Murchison Falls National Park.
Four members of the Expedition team were being driven in a Land Rover by Steve Willis when they were attacked by two rebels who fired shots at the vehicle.
The Expedition team were forced to scatter into the surrounding bush. Co-team leader Neil McGrigor had been injured and was unable to escape. He was brought back to the Land Rover as the rebels looted it and then set it alight. The rebels then retreated and Neil suffered further injuries in his attempt to put out the fire.
Neil then raised the alarm and three of the team, Neil McGrigor (British), George Heathcote (British) and Garth MacIntyre (New Zealand) were extracted by helicopter from the region. Cam McLeay (New Zealand) spent over five hours in the bush before returning to the road where he was located by the Ugandan army.
Garth suffered a gunshot graze to his head and both he and Neil have been treated for their injuries.
The team are due to be reunited in Kampala later today. Their thoughts and concerns are with Steve Willis’s family.
No decision has been taken regarding the future of the Expedition.

Ends -


30.03.2006 | 09:58:48

KAMPALA – Die Welt blickt täglich nach Irak. Nicht aber nach Uganda. Dabei sterben dort dreimal so viele Menschen. Pro Woche!

Eine Studie der Zivilgesellschaftlichen Organisationen für Frieden in Nord-Uganda enthüllt Erschütterndes: Jede Woche kommen im Norden Ugandas, wo etwa fünf Millionen Einwohner leben, durchschnittlich 146 Menschen gewaltsam ums Leben. Dies entspricht einer täglichen Quote von 0,17 pro 10´000 Personen und ist rund dreimal so viel wie im Irak, wo die Quote bei 0,052 liegt!

Im Norden des zentralafrikanischen Landes bekämpft die Widerstandsbewegung des Herrn die Regierung. Laut der Bürgerrechtsgruppe hat dieser Konflikt fast zwei Millionen Menschen obdachlos gemacht. Zudem seien schätzungsweise 25´000 Kinder entführt und zu Kriegsdiensten oder zur Prostitution gezwungen worden. Der Schaden infolge der seit 20 Jahren anhaltenden Kämpfe wird gemäss Bericht auf umgerechnet 2,2 Milliarden Franken geschätzt.


letzte Änderung: 01.04.06
UNO-Vertreter Egeland entsetzt über Zustände in Uganda

Patongo. SDA/AFP/baz. Der für humanitäre Hilfe zuständige UNO-Vizegeneralsekretär Jan Egeland hat sich entsetzt über die Lage im Norden Ugandas geäussert.

Die Lebensbedingungen der Menschen in dem Bürgerkriegsgebiet seien «inakzeptabel, untolerierbar und müssen sich ändern», sagte Egeland am Samstag bei einem Besuch in einem Flüchtlingslager in der Stadt Patongo, rund 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kampala. «Das ist die schlimmste Form des Terrorismus», fügte Egeland hinzu.

90 Prozent der Bevölkerung auf der Flucht

Nach seinen Angaben flohen 90 Prozent der Einwohner der Region aus Angst vor Gewalt aus ihren Häusern. Allein in dem Lager in Patongo leben rund 40'000 Menschen; Einige von ihnen berichteten Egeland vom Mangel an Nahrung, Wasser, Medikamenten und Schulmaterialien.

Egeland sprach das Leiden der Menschen auch bei einem Treffen mit dem ugandischen Präsidenten Yoweri Museveni am Freitag an. In dem Gespräch hätten beide die Möglichkeit erörtert, einen UNO- Sondergesandten für den Norden Ugandas zu berufen, hiess es in einer anschliessend veröffentlichten Mitteilung.

Auch über eine mögliche Rolle der UNO im Prozess zur nationalen Versöhnung und Entmilitarisierung der Polizei in der Region sei gesprochen worden.

Seit 20 Jahren Bürgerkrieg

Im Norden Ugandas herrscht sei 20 Jahren ein Bürgerkrieg zwischen der Rebellengruppe Lord's Resistance Army (LRA) und der Armee. Die LRA strebt den Sturz des seit 1986 amtierenden Präsidenten Museveni an und will eine Regierung auf der Grundlage ihrer fanatischen Auslegung des Christentums bilden.

Seit Beginn ihres Aufstands wurden Schätzungen zufolge mindestens 100'000 Menschen getötet. Fast zwei Millionen Menschen flohen vor der Gewalt. Die LRA ist für ihre Verbrechen an Zivilisten und die Entführung von Kindern berüchtigt, die als Soldaten oder als Sexsklaven missbraucht werden.


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